...und tschüss!Herzlich willkommen bei ReliAdieu, einem Informationsportal des Internationalen Bundes der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA) über den Religionsunterricht und sonstige religiöse Veranstaltungen an den öffentlichen Schulen.

Gegenstand des Religionsunterrichts ist laut Urteil des Bundesverfassungsgerichtes vom 25. Februar 1987 (1 BvR 47/84) "...der Bekenntnisinhalt, nämlich die Glaubenssätze der jeweiligen Religionsgemeinschaft. Diese als bestehende Wahrheiten zu vermitteln ist seine Aufgabe." Der gesamte RU - einschließlich Ausbildung, Besoldung und Altersbezüge der Lehrer - wird von allen Steuerzahlern finanziert, egal ob sie einem der davon profitierenden Bekenntnisse angehören oder nicht. Laut dem Violettbuch Kirchenfinanzen von Carsten Frerk wurden "für die Erteilung des Religionsunterrichtes an allgemeinbildenen Schulen und Berufsschulen ... in Deutschland für staatliche Religionslehrer und Gestellungskräfte der Kirchen im Jahr 2009 insgesamt 1,7 Mrd. Euro ausgegeben".

Ebenso wie bei religiösen Schulveranstaltungen - z.B. Gottesdiensten - gilt für den RU die Freiwilligkeit der Teilnahme. Dennoch entstehen Konflikte. Sei es, weil Schulleitungen und Lehrpersonal nicht ausreichend informiert sind, oder weil sie bewusst die Nichtteilnahme an religiösen Inhalten erschweren bis verhindern wollen. So wird bei Schulgottesdiensten der Eindruck erweckt, der Besuch sei verpflichtend. Schulen informieren vielfach nicht, dass der Besuch des RU keinem Zwang unterliegt. Einzelne Schulen verpflichten die nicht am Schulgottesdienst teilnehmenden Schüler sogar zur zeitgleichen Anwesenheit in der Schule, selbst wenn dort gar kein Unterricht stattfindet.

Diese Website will Betroffenen helfen, ihr Grundrecht auf Religionsfreiheit wahrzunehmen. Ebenso liefert sie Argumente gegen den RU und für einen Unterricht aller Schülerinnen und Schüler, in dem sie die Grundwerte und Normen des demokratischen und pluralistischen Zusammenlebens gemeinsam erlernen können.