Literaturempfehlungen

Religion und Weltanschauung in Gesellschaft und RechtGerhard Czermak

Religion und Weltanschauung in Gesellschaft und Recht

Ein Lexikon für Praxis und Wissenschaft
Alibri, 2009
399 Seiten, gebunden

Zwar bezeichnet sich laut Umfragen gut die Hälfte der Bundesbürger als nicht religiös, dennoch bestimmen nach wie vor religiöse Institutionen in keinem geringen Ausmaß das Leben in Deutschland. Die Kirchen sind zweitgrößter Arbeitgeber, bedingt durch Migration spielt der Islam eine immer wichtigere Rolle und auch der Alltag wird nach wie vor vom „christlichen Abendland“ geprägt: von der „Sonntagsruhe“ bis zum Glockenlärm. Mit etwa 280 Stichwörtern bzw. Querverweisen bietet das Lexikon Religion und Weltanschauung in Gesellschaft und Recht von Gerhard Czermak einen Überblick über die Verquickung staatlicher und religiöser Bereiche in der Bundesrepublik.

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Mission KlassenzimmerForum Demokratischer Atheistinnen (Hrsg.)

Mission Klassenzimmer

Zum Einfluss von Religion und Esoterik auf Bildung und Erziehung
Alibri Verlag, 2005
212 Seiten, kartoniert

Im Zuge von Liberalisierung und Privatisierung im Dienstleistungssektor gewinnen private Bildungseinrichtungen zunehmend an Bedeutung. Vor diesem Hintergrund setzt sich der Sammelband mit religiöser Erziehung und ihren Folgen auseinander. Die wachsenden "Marktanteile" ideologisch motivierter Anbieter im Schulbereich erscheinen so als ein Aspekt des neoliberalen Umbaus der Gesellschaft.
Indem drei der einschlägigen Erziehungsangebote, christliche Wertevermittlung, Waldorf- und Montessori-Pädagogik eingehender untersucht werden, bietet das Buch auch eine wichtige Orientierungshilfe für alle Eltern, die erwägen, ihre Kinder auf eine private Schule zu geben.

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Die unerschöpfte TheorieChristoph Antweiler / Christoph Lammers / Nicole Thies (Hrsg.)

Die unerschöpfte Theorie

Evolution und Kreationismus in Wissenschaft und Gesellschaft
Alibri, 2008
224 Seiten, Fotos, kartoniert

Der Sammelband (der an den Kongress ¡Die erschöpfte Theorie? anknüpft) geht an die Debatte, ob die Evolutionstheorie oder der Schöpfungsmythos an Schulen gelehrt werden soll, aus der Perspektive heran, daß sich darin ein grundlegenderer gesellschaftlicher Konflikt spiegelt: An welcher Leitlinie soll sich Bildung ausrichten? Soll das wissenschaftliche Weltbild alleinige Grundlage sein oder sollen auch andere, insbesondere religiöse Vorgaben Berücksichtigung finden (was zwangsläufig zur Folge hätte, daß bestimmte Themen von einer wissenschaftlichen Betrachtung ausgeschlossen würden). Am Beispiel von Kreationismus und Intelligent Design wird in einem ersten Schritt dargelegt, welche Denkmuster hier vorherrschen. Dabei wird auch klar, daß es nicht nur um ein paar fundamentalistische Schulverweigerer geht, sondern daß die Vorstellung, Religion müssen eine größere Rolle im Unterricht spielen, bis weit in die bürgerlichen Parteien hineinreicht.

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EthikPeter Kropotkin

Ethik

Ursprung und Entwicklung der Sitten
Alibri, 2013
334 Seiten, kartoniert

Bekannt ist Peter Kropotkin vor allem durch sein Werk zur Gegenseitigen Hilfe, in dem er zahlreiche Belege dafür sammelt, dass in der Natur Kooperation ebenso häufig anzutreffen ist wie Konkurrenz. Seine Ethik, zugleich sein letztes Werk, knüpft an diese Vorstellungen an und versucht zu zeigen, dass „sittliches“ Verhalten generell in unserer Biologie angelegt ist und insofern keiner transzendenten Begründung bedarf.

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Aus der Waldorfschule geplaudertSybille-Christin Jacob / Detlef Drewes

Aus der Waldorfschule geplaudert

Warum die Steiner-Pädagogik keine Alternative ist
Zweite, erweitere Auflage
Alibri Verlag, 2004
267 Seiten, kartoniert

Das Buch untersucht Waldorfpädagogik und Waldorfschulen und zerstört das positive Vorurteil von der "kreativitätsfördernden", "alternativen" Pädagogik. Die Autorin, einst selbst am Aufbau einer Waldorfschule beteiligt, bietet eine Innenansicht des "Systems Waldorf". Als ehemalige "Waldorf-Mutter" weiß sie, warum Menschen auf das Angebot Waldorf eingehen, wie im Schulalltag erste Konflikte entstehen und inwiefern sich anthroposophische Ideologie im Unterricht wiederfindet.

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Schatten über EuropaRolf Bergmeier

Schatten über Europa

Der Untergang der antiken Kultur
Alibri, 2012
293 Seiten, kartoniert

Warum geht mit dem römischen Reich in Westeuropa auch die antike Kultur unter? Warum verschwinden Bäder und Bibliotheken, warum kann im Mittelalter fast niemand mehr lesen, warum schrumpfen bedeutende Städte auf die Größe von Provinznestern? Rolf Bergmeier weist in seiner Studie nach, dass es die Germanen nicht gewesen sind und dass die zivilisatorischen Leistungen des 4. Jahrhunderts auch keine Anzeichen von „spätrömischer Dekadenz“ erkennen lassen. Viel wahrscheinlicher erscheint es ihm, dass Jenseitsorientierung und Bildungsfeindlichkeit des Christentums eine Reihe von Entwicklungen ausgelöst haben, die letztlich dazu führten, dass Kunst und Kultur, Bildung und Philosophie die Grundlagen entzogen wurden. Seine Einschätzung belegt er anhand zahlreicher Beispiele, sei es der Zusammenbruch des Kunstmarktes oder die Schließung der weltlichen Schulen. Und immer spielt das Christentum eine Hauptrolle, kämpfen die „Kirchenväter“ gegen Bildung und Thermen, Theater und Akademien.

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Violettbuch KirchenfinanzenCarsten Frerk

Violettbuch Kirchenfinanzen

Wie der Staat die Kirchen finanziert
Alibri, 2010
270 Seiten, kartoniert

Violett ist die Farbe des Fastens und nach der Lektüre des Violettbuchs Kirchenfinanzen drängt sich der Eindruck auf, den Kirchen stünde eine Fastenkur gut an. Denn Carsten Frerk führt eine lange Liste der Staatsleistungen, Subventionen und Zuschüsse aus öffentlichen Haushalten an die Kirchen oder ihre Einrichtungen auf. Ob es um die steuerliche Absetzbarkeit der Kirchensteuer geht, um Bischofsgehälter oder Kirchenbaulasten, um die Ausbildung des kirchlichen Nachwuchses oder Religionsunterricht, Militärseelsorge oder Auslandsmission – sämtliche relevanten Bereiche listet der Chefredakteur des Humanistischen Pressedienstes auf, erläutert Rechtsgrundlage und politische Hintergründe und nennt Zahlen. Dabei geht es nicht um Kleinigkeiten: Alles in allem erhalten die beiden großen christlichen Kirchen aus allgemeinen Steuermitteln mehr Geld, als sie selbst durch die Kirchensteuer einnehmen.

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